Der Seelenspielplatz ist ein spielerischer Begriff, der die eigentliche Tragweite dieser Ebene gerne in Vergessenheit geraten lässt.
In den Geschichten der Völker ist dies der Ort, an dem Seelen ihr Zuhause finden, nachdem sie für die Sünden ihres vergangenen Lebens gesühnt haben und auf ihre Reinkarnation warten. Hier herrscht ein ewig anhaltender Frieden vor, den selbst die unruhigsten Seelen nicht recht zu durchbrechen wagen und bietet ein sicheres Areal zwischen der sterblichen Welt und einem göttlichen Einfluss, der ihre nächste Leben nachhaltig beeinflusst.
Hier soll nicht nur eine Form der Wartebank liegen, sondern auch bereits festgelegt werden, welche Eigenschaften die Seele in das nächste Leben hinein begleiten und gelegentlich sogar, welche Götter sich ihr zugewandt fühlen könnten und ihr womöglich das ein oder andere Talent mit an die Hand geben, das fernab von Magie und ihren Tücken existieren darf.
In vielen der alten Legenden aus Zeiten, als die Völker sich den Göttern noch näher fühlten, gibt es Berichte dazu, dass die Seele selbst Erinnerungen an vorige Leben behält und nicht etwa verliert, sonderlich lediglich keine tiefere Wertung mehr in ihnen sieht. Es gibt weder Gram noch Freude, nur eine Reihe von Lektionen, die hier und dort um weitere Segmente erweitert werden sollten doch nichts, das allzu unbekannt wäre. Womöglich kommt es daher, dass gelegentlich die eine oder andere fremde Erinnerung in die Gegenwart findet oder auch ein paar merkwürdige Eigenheiten, die so mancher älteren Person unheimlich bekannt vorkommen.
Einigen der Seelen ist es auch möglich, während des Wartens in Teilen in die darunterliegende Ebene zu wandern, um dort beispielsweise Hinterbliebenen aus vergangenen Leben zu begegnen oder jenen Unterstützung zu bieten, die danach flehen. Verschiedene Ausgangssituationen machen diese Hilfe jedoch zugegebenermaßen nicht immer zwangläufig hilfreich.
